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Die nächste Veranstaltung "Zerstörte Vielfalt"

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Zeit des Erinnerns 2017

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen."

George Santayana, 1863 -1953

Mit der „Zeit des Erinnerns“ versichern sich Lübecker Bürgerinnen und Bürger seit mehr als einem viertel Jahrhundert gegen das Vergessen. Sie gedenken mit Gebeten, Zeitzeugengesprächen und Mahnwachen an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, und stärken zugleich mit Ausstellungen, Rundgängen und Vorträgen das Bewusstsein politischer Verantwortung aller in unser Stadt.

Auch heute ist es das Gebot der Stunde, Menschen beizustehen und seine Stimme gegen Ausgrenzung und Verfolgung zu erheben. Dazu nutzen wir Orte und Räume in der Stadt, in der die Erinnerung an Unrecht lebendig bleibt und das Andenken an Menschen, die den Verführungen der Gewalt widerstanden haben, wach gehalten wird. Um in der Gegenwart die Zukunft verantwortlich zu gestalten, ist es notwendig, aus der Geschichte zu lernen. In diesem Sinne halten wir Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde in Ehren.

Kathrin Weiher
Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck

Christian Rathmer
Koordinator „Zeit des Erinnerns“ und Mitglied der "Initiative Stolpersteine für Lübeck"

Hier können Sie das Programm "Zeit des Erinnerns 2017" als PDF herunterladen.

Wir begrüßen Sie herzlich im Namen der Initiative für Stolpersteine in Lübeck.

"Hier wohnte ...",  so beginnt der Künstler Gunter Demnig die Prägung in der Messingplatte jedes Stolpersteines. Es folgt der Name des Menschen, der hier wohnte, sein Geburtsjahr, das Jahr seiner Deportation oder Verhaftung, das Datum seiner Ermordung. Mit jedem Stolperstein wird der Name eines Bürgers, einer Bürgerin sichtbar vor der letzten selbstgewählten Wohnung, zieht zurück in die Nachbarschaft, zurück in diese Stadt, aus der der Mensch gerissen wurde, und bleibt in Erinnerung.

Seit 1993 gibt es das Projekt STOLPERSTEINE, das die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft lebendig hält, die Erinnerung an jüdische Menschen, die vertrieben und ermordet wurden, an Sinti und Roma, an politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie an Euthanasieopfer. In vielen Städten in Deutschland und auch anderen europäischen Ländern wird Gunter Demnig von Initiativen wie hier in Lübeck unterstützt.

"Um die Namen der Opfer zu lesen, müssen wir uns vor ihnen verneigen", so Gunter Demnig.