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Tuesday, 12. November 2013 19:30 o'clock Age: 9 years

12. November 2013, 19.30 Uhr - „Juden ist der Besuch deutscher Schulen nicht gestattet...“ Ausgrenzung jüdischer Kinder und Jugendlicher

• Veranstaltungsreihe "Zerstörte Vielfalt"

Im April 1933 meldete der Bankier Simson Carlebach seinen Sohn Salo aus der Quarta des Katharineums ab und begründete in zwei ergreifenden Briefen diesen Schritt ausführlich.

„... meinem Kind will ich das alles ersparen. Ich weiß nicht, ob es fürderhin noch den Schutz der Schule genießt als Kind jüdischer Eltern, es soll sich nicht geduldet und zurückgesetzt fühlen, man wird dem Empfinden jüdischer Kinderseele nicht mehr gerecht werden können und das täte dem Kinderherzen weh...“

Ausgehend von diesen Dokumenten berichtet Heidemarie Kugler-Weiemann aus Gesprächen mit ehemaligen Lübecker Kindern, wie diese die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung als Juden erleben mussten. Nach dem 9. November 1938 hatten die letzten jüdischen Kinder und Jugendliche die öffentlichen Schulen zu verlassen.

Vortrag im Rahmen der Via-Vorträge im Aegidienhof, St. Annen-Straße 1A